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Artikel: Pflegeroutine bei Sommerekzem beim Pferd – unsere Erfahrungen & bewährte Maßnahmen

Pflegeroutine bei Sommerekzem beim Pferd – unsere Erfahrungen & bewährte Maßnahmen
Fellpflege

Pflegeroutine bei Sommerekzem beim Pferd – unsere Erfahrungen & bewährte Maßnahmen

Sommerekzem zählt zu den häufigsten und zugleich belastendsten Hauterkrankungen bei Pferden. Juckreiz, schuppige Haut und offene Stellen können die warme Jahreszeit für betroffene Tiere erheblich beeinträchtigen. Mit einer durchdachten Pflegeroutine lassen sich die Symptome jedoch oft deutlich lindern und das Wohlbefinden spürbar verbessern.

In diesem Beitrag zeigen wir, wie wir Sommerekzem im Alltag begleiten, welche Maßnahmen sich bewährt haben und worauf es bei der Pflege wirklich ankommt.

Unser New-Forest-Pony Merlin leidet seit vielen Jahren an starkem Sommerekzem. Die Suche nach wirksamer, zugleich schonender Pflege hat uns intensiv mit Ursachen, Pflegeansätzen und natürlichen Wirkstoffen beschäftigt. Aus dieser Erfahrung heraus entstand unsere heutige Pflegeroutine, die wir hier teilen.

Was ist Sommerekzem beim Pferd?

Sommerekzem ist eine allergische Reaktion auf den Speichel bestimmter Insekten, insbesondere von Kriebelmücken. Die Stiche lösen bei empfindlichen Pferden eine Überreaktion des Immunsystems aus, die sich in starkem Juckreiz, Hautentzündungen und Haarausfall äußert.

Besonders betroffen sind häufig:

  • Mähnenkamm

  • Schweifrübe

  • Bauchnaht

  • Ohrenansatz

Ohne gezielte Pflege kann sich ein Kreislauf aus Juckreiz, Scheuern und Hautschädigung entwickeln.

Was ist bei Sommerekzem realistisch – und was nicht?

Sommerekzem ist aktuell nicht heilbar. Versprechen einer vollständigen Heilung sind unseriös. Ziel der Pflege sollte daher nicht Heilung, sondern Linderung der Symptome, Schutz vor Insekten und Stärkung der Hautbarriere sein.

Mit konsequenter Pflege lassen sich:

  • Juckreiz deutlich reduzieren

  • Hautirritationen beruhigen

  • Scheuerstellen vermeiden

  • das Wohlbefinden des Pferdes verbessern

Pflegeroutine bei Sommerekzem

Schritt 1: Insektenstiche konsequent vermeiden

Da Insektenstiche der Auslöser des Sommerekzems sind, ist der Schutz vor Mücken entscheidend. Besonders gefährdete Stellen sollten regelmäßig behandelt werden, um neue Stiche zu verhindern.

Wichtig ist:

  • regelmäßige Anwendung

  • gezielte Behandlung von Mähnenkamm, Schweifrübe und Bauchnaht

  • Kombination aus Schutz und Pflege

In schweren Fällen kann zusätzlich eine Ekzemerdecke sinnvoll sein, in vielen Situationen reicht jedoch eine konsequente Pflege mit einem hochwirksamen Repellent = Insektenschutz aus.

Schritt 2: Akuten Juckreiz lindern

Trotz guter Vorbeugung kann es zu akuten Juckreizphasen kommen. Hier hat sich Kühlung als einfache und wirksame Maßnahme bewährt.

Kühle Anwendungen können:

  • Juckreiz-Rezeptoren kurzfristig überdecken

  • die Haut beruhigen

  • Scheuern vorbeugen

Besonders hilfreich ist die Kombination aus Kühlung und sanfter Reinigung, um Schmutz, Schweiß und Insektenreste zu entfernen.

Schritt 3: Haut & Haar gezielt regenerieren

Juckreiz führt häufig zu Scheuern – und Scheuern schädigt Haut und Haar. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, ist eine gezielte Regeneration entscheidend.

Pflegeprodukte mit pflanzlichen Wirkstoffen können:

  • gereizte Haut beruhigen

  • die Hautbarriere stärken

  • das Haarwachstum unterstützen

Die regelmäßige Anwendung, insbesondere an Mähne und Schweifrübe, trägt dazu bei, die Haut widerstandsfähiger zu machen.

Schritt 4: Offene Stellen gezielt behandeln

Trotz sorgfältiger Pflege lassen sich kleine Wunden nicht immer vermeiden. Wichtig ist, diese frühzeitig zu versorgen, um Infektionen zu verhindern und die Regeneration zu unterstützen.

Bewährt haben sich Pflegeprodukte, die:

  • einen schützenden, luftdurchlässigen Film bilden

  • die Haut bei der Regeneration unterstützen

  • sich leicht wieder entfernen lassen

So kann sich die Haut erholen und wird weniger anfällig für weitere Reizungen.

Häufige Fehler & wichtige Hinweise

  • unregelmäßige Pflege

  • zu aggressive oder austrocknende Produkte

  • Vernachlässigung kleiner Hautveränderungen

  • unrealistische Erwartungen an einzelne Produkte

Sommerekzem erfordert Geduld, Konsequenz und ein ganzheitliches Pflegekonzept.

Fazit

Auch wenn Sommerekzem nicht heilbar ist, zeigt die Praxis: Mit einer durchdachten Pflegeroutine lassen sich die Symptome deutlich lindern.

Unsere wichtigsten Erfolgsfaktoren:

  • konsequenter Schutz vor Insekten

  • schnelle Linderung von Juckreiz

  • gezielte Regeneration von Haut & Haar

  • frühzeitige Versorgung kleiner Hautstellen

So wird der Sommer für betroffene Pferde spürbar entspannter.

In unserem Shop findest du ausgewählte Pflegeprodukte und Pflegesets, die sich im Alltag bei Sommerekzem bewährt haben.

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